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Workshops

Freitag, 24.02.2012, 14:00 bis 17:30 Uhr

  • W3 - (Un)Gerechtigkeit in der Stadt - Foto-Exkursion - extern
    Anne & Jonathan Rauhut
    In diesem Workshop wollen wir uns gemeinsam auf die Suche begeben nach Orten, an denen Momente sozialer Gerechtigkeit in Berlin sichtbar werden, und nach Orten, die besonders stark für soziale Ungerechtigkeit in Berlin stehen.
    Dabei geht es uns nicht nur um eine „sozialkritische Stadtführung“, sondern auch darum, gemeinsam an diesen Orten innezuhalten und uns von Gott berühren und inspirieren zu lassen. Wir wollen miteinander und mit Gott darüber reden, was er damit meint, wenn er von „Gerechtigkeit“ und „Sünde“ spricht und welche Bedeutung das Errettungswerk Jesu am Kreuz, die Vergebung von Sünde und damit die Heilung zerstörter Beziehungen auch und gerade für soziale Gerechtigkeit in der Stadt hat.
    Wir wollen Momente und Eindrücke unserer Tour in Fotos festhalten. Dafür empfiehlt es sich, dass jede_r, wenn möglich, eine eigene digitale Fotokamera mitbringt, da wir keine Kameras stellen können. Wir werden begleitet von einem angehenden Foto-Designer, der praktische Tipps zum Fotografieren geben wird.
     
Freitag, 24.02.2012, 14:30 bis 17:30 Uhr
  • W11 - Sozialer Brennpunkt Soldiner Kiez - extern
    Kerstin Kaie
    Aktuelle Themen wie Armut und Gerechtigkeit, Bildung, Integration und religiöse Vielfalt finden sich in geballter Form in Stadtteilen wie dem Soldiner Kiez. In ihnen wird z. B. eine Integrationsleistung erbracht, von der letztendlich die ganze Gesellschaft profitiert. Im Soldiner Kiez leben oder arbeiten Menschen aus über 70 Nationen, es gibt Moscheen und Gemeinden, Künstler, Kneipen, Caféhäuser und vieles mehr.
    Wir sprechen mit verschiedenen Akteuren aus dem Stadtteil, besuchen unter anderem eine Moschee, ein afrikanisches Restaurant und das Quartiers-managementbüro. Dabei geht es auch um Chancen, Risiken und Nebenwirkungen sozialer Arbeit: Was braucht solch ein Stadtteil und was braucht er nicht?
    Achtung: Ende des Workshops ist aufgrund der Fahrzeit zwischen 18:00 und 18:30 Uhr. Die An- und Abreise erfolgt bequem per Straßenbahn und ist Teil des Workshops.
     
  • W5 - Change Management in Gemeinden
    Dr. Heinrich-Christian Rust
    Die Gemeinde Jesu Christi ist eine „analogielose Größe“ (E.Brunner). Change Management-Erfahrungen und -Methoden können nicht in jedem Fall eins-zu-eins in die Gemeinde übertragen werden. Wie können Veränderungsprozesse in der Gemeinde begleitet und auch vom Geist Gottes inspiriert gesteuert werden? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, dass eine Veränderung in der Gemeinde nicht zerstörerisch, sondern aufbauend ist? Welche Leitungsvoraussetzungen sind in einem solchen Prozess gefragt? In dem Workshop werden wir zunächst einige Grundlagen des Change-Management betrachte. Anschließend werden wir einen Austausch unserer Erfahrungen zum Thema haben.
     
Freitag, 24.02.2012, 15:00 bis 17:30 Uhr
  • S1 - Evangelikale, soziale Gerechtigkeit und Politik
    Harald Sommerfeld
    Evangelikale Christen haben vieles gemeinsam. Große Unterschiede und Gegensätze finden sich jedoch in ihrer Haltung zu sozialen und politischen Fragen. Manche von ihnen haben ihre Gesellschaft stark geprägt. Andere haben sich von der Gesellschaft weitgehend zurückgezogen in eine innerlich, jenseitig oder allenfalls noch evangelistisch ausgerichtete Frömmigkeit. Einige Evangelikale vertreten in der politischen Arena ausschließlich Positionen konservativer Moral. Soziales Engagement steht bei ihnen im Verdacht, ein verkürztes „soziales Evangelium“ zu sein. Für andere ist die Frage der sozialen Gerechtigkeit ein wesentliches Motiv ihres christlichen Handelns. Wie sind diese Unterschiede entstanden? Und was können wir aus den Erfahrungen evangelikaler Geschichte für unsere heutige Praxis lernen?
     
  • S4 - Reich Gottes in der Stadt leben
    Keith Warrington
    Unsere Berufung als Christen anhand des Reiches Gottes verstehen bedeutet, in der Liebe Gottes zugleich unsere Weltverantwortung wahrzunehmen wie auch unsere missionarische Aufgabe, Jesus und seine Herrschaft unseren Nächsten nahe zu bringen. Wie können wir einander praktisch helfen, dieser Berufung in unseren alltäglichen Lebensbereichen – Familie, Beruf, Wohnumfeld – nachzugehen? Wie können und sollen Kirchengemeinden diese Unterstützung bewusst fördern? Aus den Antworten auf diese Fragen erwächst die Sicht und die Fähigkeit, für unseren Teil der Stadt unsere geistliche Verantwortung zu übernehmen. Das kann zu der Entstehung gezielter Dienstgruppen führen, die sich bestimmten Menschengruppen und Bereichen des städtischen Lebens widmen.
     
  • W1 - Kindergärten gründen - eine Chance für Gemeinden
    Prof. Wolfgang Stock
    Fast überall in Deutschland fehlen Kita-Plätze - allein in Berlin müssen noch 23.000 geschaffen werden. Die Politik hat sich per Gesetz festgelegt: Bis nächstes Jahr muss es genügend geben. Eine große Chance für Christen, mit einer selbstgegründeten christlichen Kita „der Stadt Bestes zu suchen“.
    Unglaublich, aber wahr: es geht fast ohne Eigenkapital. Das Rezept ist an vielen Orten erprobt und funktioniert segensreich – auch für Christen und ihre Gemeinden vor Ort. Wir berichten von Beispielen, die gelungen sind und geben praktische Tipps, wie es gelingen kann! Webseite: www.kita-gruenden.de
     
  • W15 - Gemeindebau in der Großraumsiedlung - Ein Haus des Gebets, ein Haus für Bedürftige, ein Haus für Training und Sendung
    Winfried und Christine Rudloff
    Entkirchlichte Gebiete in der ehemaligen DDR stellen bis heute eine große Herausforderung dar. 40 Jahre Kommunismus und Atheismus haben ihre Spuren hinterlassen! In unserem Stadtteil sind weit unter 1% der Einwohner Christen – viele arabische und moslemische Länder dieser Erde haben einen deutlich höheren Anteil an Christen!
    In diesem Workshop wollen wir ehrlich über Erfolge und Misserfolge mit Euch ins Gespräch kommen.
    Folgende Fragen sollen uns bewegen:
    Wo fange ich an, – mitten in einem Plattenbaugebiet, ohne jede kirchliche Einrichtung? Wie bekomme ich Kontakte zu Menschen ? Wie gehe ich mit Versagen und ausbleibenden Erfolgen um ? Wie kann ich fruchtbare Beziehungen zur lokalen Politik und Wirtschaft aufbauen ? Statistik, Stadtgeschichte und Sozialraumplanung – können "Zahlen" sprechen lernen ? Wie sieht Gott diesen Stadtteil – was sind seine Möglichkeiten? Welche Rolle spielen Gebet und gelebte Spiritualität ?
    Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch mit Euch und möchten zum Abschluss des Workshops gerne mit Euch beten – wir erwarten Gottes Handeln!
    Mehr Infos unter: www.christusgemeinde.de und www.christliches-sozialwerk-berlin.de
     
  • W2 - Eltern für Familien stärken
    Jörg Gerasch
    Eltern stärken – dazu sind wir als Leiter und Pastoren aufgefordert. Aber wie?
    Viele Eltern haben einen labilen Selbstwert und sind in ihrer Grundpositionsbestimmung sehr verunsichert. Jährlich erscheinen etwa 1600 neue Erziehungsratgeber. Viele Eltern sind davon überfordert, Orientierung zu finden zwischen Erziehungsauftrag, der Vermittlung von biblischen Werten und dem Wunsch, ihr Kind fit zu machen für die Gesellschaft, und dabei die Beziehung liebevoll zu gestalten. Wie entkommt man der Spirale von „Durchsetzen“, was gut ist, und dem sich steigerndem Widerstand des „Klienten“?
    Ich glaube, diesem Problem begegnet man sowohl in der gemeindlichen „Kinderarbeit“ als auch in der eigenen Familie. „Erziehen mit Liebe und Vision“ zeigt einige Schritte auf, um das System zu durchschauen. Im Workshop wollen wir mit einigen praktischen Schritten beginnen, uns neues Verhalten anzueignen.
     
  • W4 - Hingehen, weil du Gott wertvoll bist. Einen Stadtteil mit der Liebe Gottes erreichen.
    Ralf Knauthe und Matthias Henkert
    In dem Workshop erzählen wir über unsere Motivation, Menschen zu dienen. Ausgehend von unseren Wurzeln und dem Zeugnis von unserer Gründerin Sabine Ball wollen wir euch Anteil geben an dem, was Gott heute bewirkt, wenn wir ihm vertrauen und Menschen lieben. Durch die jahrelange Arbeit und das HINGEHEN zu Kindern, Teenagern und Familien dürfen wir über einen reichen Erfahrungsschatz verfügen, lernen aber täglich Neues über Gottes bedingungslose Liebe. Wir sind offen für Fragen aller Art und sind auch bereit über begangene Fehler zu sprechen.
     
  • W6 - Zwangsprostitution und Menschenhandel
    Sr. Margit Forster und Gerhard Schönborn
    Bereits in den ersten Hochkulturen des Altertums war Sklaverei verbreitet. Bis heute werden Menschen weltweit "gehandelt". In dem Workshop wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmern „hinsehen“ und den Fragen nachgehen: Wie sehen moderne Formen der Sklaverei aus? Mit welchen Problemen kämpfen die Betroffenen? Wie erkennt man Opfer? Warum ist die Verhaftung von Menschenhändlern so schwierig? Wie sehen die gesetzlichen Bestimmungen für Prostitution aus? Gibt es die „selbstbestimmten Sexarbeiterinnen“?
    Im zweiten Teil wollen wir vor allem den Aspekt „Aufstehen & Einmischen“ betrachten: Was können wir als Christinnen und Christen tun? Wie können wir uns einmischen? Wie können wir uns für Opfer von Menschenhandel stark machen?
    Der Workshop wird gemeinsam durchgeführt von Solwodi (www.solwodi.de) und Neustart (www.neustart-ev.de). Die Berliner Beratungsstelle des bundesweiten Vereins Solwodi (Solidarity with women in distress) unterstützt vor allem Migrantinnen, überwiegend afrikanischer Herkunft, deren Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa getäuscht wurde und die sich jetzt in Not befinden. Der Verein Neustart arbeitet mit Streetworkerinnen am Straßenstrich Oranienburger Straße (Berlin-Mitte) und hat ein Kontaktcafé am Straßenstrich Kurfürstenstraße (Berlin-Schöneberg/Tiergarten). Dort prostituieren sich vor allem Drogenabhängige und Osteuropäerinnen, insbesondere aus Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
     
  • W7 - Typisch Deutsch - mehr als Integration
    Joshua Lupemba
    Typisch Deutsch e.V. ist ein Zusammenschluss von bunten Deutschen, die für Respekt und Toleranz eintreten. Der Verein setzt sich für eine Erweiterung des Begriffes „Deutschsein“ ein. Es ist die erste multikulturelle Vereinigung, die Alt- und Neudeutsche zusammenbringt und den Begriff „Integration“ völlig ablehnt, weil Vielfalt wertvoll für die Gesellschaft ist.
    In dem Workshop stellt der Verein sich vor und berichtet über Erfahrungen und Erfolgserlebnisse. Anschließend werden zwei konkrete Projekte vorgestellt (Ideenwerkstätten und das Projekt "Deutschstunde"). Anregungen, Ideen und Feedback der Workshopteilnehmer sind herzlich willkommen und können in einer abschließenden Gesprächsrunde diskutiert werden.
     
  • W8 - Flüchtlinge und Asylsuchende
    Workshop des Forums Interkulturelle Beziehungen mit Thomas Hieber, Bernhard Fricke, Joshua Ngyen, Aziz Sadaghiani, Debora Harder
    Aktuell leben in Berlin 5.965 Geduldete sowie 2.427 „sonstige Ausreisepflichtige“ und 2.207 Asylbewerber; die meisten seit mehr als 6 Jahren. Sie unterliegen vielen rechtlichen Restriktionen. Bundesweit leben 75.000 Menschen seit mehr als 6 Jahren ohne Aussicht auf ein Aufenthaltsrecht.
    Die Flüchtlingssituation an den EU-Außengrenzen nimmt weiter tragische Ausmaße an. Bis Oktober sind dieses Jahr 2000 Flüchtlinge beim Versuch, nach Europa zu kommen, im Mittelmeer ertrunken. Die Aufnahme von Flüchtlingen aus den provisorischen Lagern in Tunesien und an der ägyptisch-libyschen Grenze ist ein Gebot der Mensch-lichkeit. Die etwa 5.000 Schutzsuchenden stammen meist aus Somalia, Sudan, Eritrea oder anderen Subsahara-Konfliktstaaten und mussten Libyen in den letzten Monaten verlassen. Trotz aller Appelle des UN-Flücht-lingskommissars stehen für sie bis jetzt nur 374 Plätze in der EU zur Verfügung.
    Angesichts dieser Fakten muss man sich die Fragen stellen: Wie kann eine gerechte Flüchtlings- und Asylpolitik heute aussehen? Können wir als Christen angesichts solcher Menschenrechtsverletzungen wegsehen? Was sagt die Bibel zum Thema Flüchtlinge und Asylanten? In diesem Workshop wollen wir einige grundsätzliche Dinge zum Thema Asyl und Flüchtlinge erläutern. Außerdem wollen wir über diese Fragen ins Gespräch kommen. Wir werden ehemalige Flüchtlinge zu Wort kommen lassen und gemeinsam überlegen, wie Christen und Gemeinden sich aktiv beteiligen können.
     
Samstag, 25.02.2012, 14:00 bis 18:00 Uhr
  • W19 - Serve the City Berlin: kleine praktische Taten mit großer Wirkung - extern
    Melinda Means, Sabrina Tesch, Christine Thumm
    Um was geht es bei STC Berlin? Ganz simpel: Es geht darum, sich für unsere Stadt zu engagieren und das gemeinsam zu tun – mit allen, die mitmachen wollen, egal ob sie christlich motiviert sind oder andere Überzeugungen vertreten. Es gilt sich zu vernetzen, ein gemeinsames Erlebnis und eine besondere Erfahrung zu machen, kleine Taten der Freundlichkeit zu tun, Brücken zu bauen zwischen Jung und Alt, zwischen Arm und Reich, zwischen Hoffnungslosigkeit und Trost.
    Wie? Ganz konkret und praktisch wollen wir am Samstagnachmittag für ca. 3-4 Stunden „etwas tun“ und das kann beispielsweise heißen: mit Kindern, Jugendlichen eine gemeinsame Zeit gestalten, mit älteren Menschen Zeit verbringen, Spiele spielen, sich sportlich betätigen, zuhören, jemanden spazieren fahren, Müll aufsammeln oder etwas Handwerkliches zu tun.
     
Samstag, 25.02.2012, 15:00 bis 17:30 Uhr
  • S2 - Soziale Versöhnung in unseren Städten
    Harald Sommerfeld
    Normalerweise verstehen wir unter Versöhnung, dass zwei entfremdete oder verfeindete Parteien wieder zueinanderfinden. Unrecht wird bereinigt, eine Beziehung wiederhergestellt. In unseren Städten werden aber immer mehr Menschen Opfer von Ungerechtigkeit und Benachteiligung, ohne dass es erreichbare „Schuldige“ gibt, auf die man zugehen könnte. Welche Auswirkungen hat es für Menschen, wenn sie Opfer von Handlungen und Verhältnissen geworden sind, deren Verursacher anonym bleiben oder deren Ursachen nur schwer zu durchschauen sind? Und wie kann Versöhnung von Menschen erlebt werden, die als Folge davon in soziale Hoffnungslosigkeit und soziale Verbitterung geraten sind?
     
  • S3 - Integrale Mission im urbanen Kontext
    Dr. Alfred Meier
    In den Großstädten Europas und Deutschlands verdichten sich die vielfältigen soziologischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit. Die in den Großstädten produzierten Meinungen und gesellschafts-politischen Experimente und Lebensformen entwickeln sich multiplikatorisch und werden zu Trendsettern, deren Auswirkungen auch im ländlichen Umfeld zu spüren sind.
    Die Entwicklung in den Städten betrifft alle Lebens-bereiche menschlicher Existenz. Sie geschieht ganzheitlich, und Probleme können nur gelöst werden, wenn die Akteure in den Bereichen urbanen Lebens kooperieren und lernen integrativ zu denken.
    Integral, d.h. ganzheitlich, umfassend, zu denken und das breite Spektrum des Leben zu berücksichtigen – dies ist eine zutiefst göttliche Eigenschaft, die im Alten und Neuen Testament umfassend dokumentiert wird. Gottes Offenbarung erfolgt seit der Schöpfung auf eine ganzheitliche Weise und zielt auf umfassenden Schalom in der Perspektive des Reiches Gottes.
    Das Seminar verfolgt das Ziel, das Konzept integraler Mission zu beschreiben und biblisch-theologisch zu begründen. Darüber hinaus sollen die missions-strategischen Konsequenzen aufgezeigt werden, die sich für die kirchliche Arbeit im städtischen Umfeld daraus ergeben.
     
  • S4 - Reich Gottes in der Stadt leben
    Keith Warrington
    Unsere Berufung als Christen anhand des Reiches Gottes verstehen bedeutet, in der Liebe Gottes zugleich unsere Weltverantwortung wahrzunehmen wie auch unsere missionarische Aufgabe, Jesus und seine Herrschaft unseren Nächsten nahe zu bringen. Wie können wir einander praktisch helfen, dieser Berufung in unseren alltäglichen Lebensbereichen – Familie, Beruf, Wohnumfeld – nachzugehen? Wie können und sollen Kirchengemeinden diese Unterstützung bewusst fördern? Aus den Antworten auf diese Fragen erwächst die Sicht und die Fähigkeit, für unseren Teil der Stadt unsere geistliche Verantwortung zu übernehmen. Das kann zu der Entstehung gezielter Dienstgruppen führen, die sich bestimmten Menschengruppen und Bereichen des städtischen Lebens widmen.
     
  • S5 - Lebensschutz und Gerechtigkeit - Auftrag für christliche Gemeinden
    Gerhard Steier und Klaus Steigert
    In unseren Gemeinden finden sich immer mehr Frauen und Männer, die unvermittelt und kaum informiert vor Entscheidungen über Leben und Tod gestellt werden, z. B. in Fragen von Abtreibung, künstlicher Befruchtung, Sterbehilfe, Organspende. Welche Hilfe finden sie, auch nach erkannten Fehlentscheidungen? Wie (re-)agieren wir als Gemeinden? Debattieren, Beraten, Helfen, Protestieren, Totschweigen? Haben wir überhaupt ein Mandat, uns einzumischen? Handelt es sich um private Entscheidungen, zu denen andere nichts sagen dürfen oder auf die es keine ethisch verbindlichen Antworten gibt? Oder haben diese Themen auch etwas mit Gottes Sicht der Dinge und seiner Gerechtigkeit zu tun, mit universalen Menschenrechten bzw. ihrer Leugnung? Ein Workshop über „Hinsehen, Aufstehen, Einmischen“ im Bereich Lebensrecht.
     
  • W10 - Besuch und Führung im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen - extern
    mit Winfried Rudloff
    Nur 800 Meter Luftlinie von der Christus-Gemeinde entfernt befindet sich das Zentrale "Stasi-Gefängnis" der ehemaligen DDR. Dieser Ort des Schreckens wurde für 10.000ende Häftlinge bis 1989 zu einem Trauma: Hunderte Wächter und "Verhörer" sorgten Tag und Nacht für ein Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins: Einzelhaft, Kontaktsperre zu allen Angehörigen, Verhöre und erpresste Geständnisse waren tägliche, traurige Realität.
    Könnte es sein, dass wir besonders an diesen Orten unsere Stimme für Gerechtigkeit erheben sollen? Hier wurden viele Tränen geweint, die niemand gesehen oder gar getrocknet hat...
    In ca. 2 Stunden wird uns ein ehemaliger Häftling durch das Stasi-Gefängnis führen und unsere Fragen beantworten. Am Ende des Rundgangs können wir auf dem Gelände des Gefängnisses gemeinsam beten.
    Das Gefängnis ist heute ein wichtiger Gedenkort der Bundesrepublik Deutschland und wurde bisher von über 2 Millionen Menschen aus aller Welt besucht!
    Mehr Infos unter: www.stiftung-hsh.de
     
  • W12 - Interkulturelle Vielfalt als Herausforderung und Chance - Gleichberechtigte Partnerschaft / Teilhabe von Christen mit und ohne Migrationshintergrund leben
    Dr. Bianca Dümling
    Niemand würde abstreiten, dass Jesus Christus kulturelle Grenzen überwindet und die Kirche, als der Leib Christi, in Deutschland eine kulturelle Vielfalt umfasst. Zwischen Theorie und Praxis ist jedoch eine große Diskrepanz zu erkennen.
    Wir müssen uns folgende Fragen stellen: Gestalten wir glaubwürdig eine „Einheit in Vielfalt“? Bezeugen wir, dass die Kirche durch die Kraft von Jesus Christus in einer segregierten Gesellschaft kulturelle Grenzen überwindet? Sind wir relevant in dem polarisierten Diskurs um Integration?
    In diesem Workshop werden wir über die Herausforderungen diskutieren, die in interkultureller Vielfalt liegen, und über Ansatzpunkte, diese zu überwinden, um gleichberechtigte Partnerschaft/Teilhabe zwischen Christen mit und ohne Migrationshintergrund zu leben. Wir werden ebenso über den Reichtum und die Chance nachdenken, die in der interkulturellen Vielfalt liegt, Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen.
     
  • W13 - Aufbrüche, Umbrüche, Verdrängung - Gentrifizierung am Beispiel Prenzlauer Berg - extern
    Dr. Rainer Schacke
    Mythos Prenzlauer Berg: Szenestadtteil, Kreativbezirk mit Weltruf, Stadtteil der schönen Menschen, jungen Familien und innovativen Projekte. Aber auch: Ort der Umbrüche und Verdrängung. Dicht an der schärfsten sozialen Grenze der Stadt, zwischen Wedding und Prenzlauer Berg, wollen wir uns auf Spurensuche begeben: Was bedeutet Gentrifizierung – der soziale Wandel durch bauliche Investitionen und Aufwertung eines städtischen Quartiers – konkret? Welchen Einfluss hat Gentrifizierung hier und in anderen städtischen Kontexten auf unsere Arbeit in Kirchen und Freikirchen? Und welche Konsequenzen ziehen wir aus den Umbrüchen und Veränderungen im sozialen Umfeld unserer Gemeinden? Nach einer Einführung ins Thema in der Kastanienallee 71 (wo sich auch das Büro von Gemeinsam für Berlin befindet) machen wir eine Exkursion durch den Kiez, schauen uns ausgewählte Beispiele zum Thema Gentrifizierung an und erleben die Atmosphäre dieses traditionsreichen Gründerzeit-Stadtteils. Die An- und Abreise erfolgt gemeinsam bequem per Straßenbahn vom Tagungsort aus bis Tram-Haltestelle Schwedter Str.
     
  • W14 - Aufbau (kleiner) sozialer Projekte von Gemeinden oder christlichen Initiativen
    Henriette von Wulffen
    Wie können wir als Gemeinden oder christliche Initiativen soziale Projekte für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft schaffen? Wo ist der Bedarf in unserer Stadt / Gegend? Was passt zu uns als Gemeinde / Initiative, was können wir leisten? Wie sind die Schritte zum Aufbau eines solchen - zumeist ehrenamtlich getragenen - Projektes? Was müssen wir dabei beachten?
    In diesem Workshop gibt es zunächst eine Einführung in theroretische Grundlagen des hierfür nützlichen Projektmanagements und anschließend in einem zweiten Teil des Workshops die Möglichkeit, eigene Projektideen anhand der vorgestellten Materialien selbständig (weiter) zu entwickeln. Während dieser Phase der Eigenarbeit gibt es die Möglichkeit für Rückfragen an die Referentin. Im dritten Teil des Workshops werden Ergebnisse aus den Eigenarbeiten im Plenum vorgestellt und Fragen diskutiert.
    Als Christliche Freiwilligenagentur freuen wir uns darauf, Sie in diesem Workshop bei der Entwicklung und Umsetzung sozialer Projekte zu unterstützen. Für Berliner Gemeinden und Initiativen bieten wir diesen Service gegen eine kleine Spende auch außerhalb des Transforums ganzjährig an, auch über einen längeren Zeitraum.
     
  • W16 - Soziale Projekte im Gemeindebau und ihre Finanzierung - FÄLLT AUS

     
  • W17 - Zwischen Teddybär und Stinktier - FÄLLT AUS

     
  • W18 - Gerechtigkeit in der Stadtpolitik – exemplarisch erarbeitet am Berliner Koalitionsvertrag
    Ulf Schinke und Andreas Rauhut
    Christen haben einen politischen Auftrag für ihre Stadt. Aber worin genau besteht er? Und wie können wir politisch Schritte gehen, um unserer Stadt glaubwürdig zu begegnen und ihr als Christen zu dienen? Mit diesen Fragen wollen wir uns im ersten Teil des Workshops auseinandersetzen.
    Um in unserer Kommune politisch sprachfähig zu werden, müssen wir uns mit ihren grundlegenden politische Texten auseinandersetzten. Im zweiten Teil arbeiten wir darum exemplarisch mit dem neuen Berliner Koalitionsvertrag. Anhand von ausgewählten Teilen wollen wir uns fragen: Was haben SPD und CDU gemeinsam für die Stadt vor? Wie sind ihre Ziele zu bewerten? Wie wollen sie in der Stadt für mehr Gerechtigkeit sorgen? Was wir dabei gemeinsam erarbeiten, lässt sich gut auch in anderen Städten anwenden.
     
  • W20 - Gerechtigkeit jenseits unseres Stadtrands
    Oliver Ochner-Wnuck, Dorothea Grötzschel, Dörte Hinrichs
    Jenseits unseres Stadtrandes soziale Verantwortung und integrale Mission leben. In drei Workshop-Teilen wollen wir uns aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowie theoretisch und praktisch damit auseinandersetzen, wie sich Gerechtigkeit weltweit leben lässt und was das eigentlich mit unserem Glauben zu tun hat.
    1. Integrale Mission: Über Motive und Möglichkeiten (durch lokales Engagement) weltweit Verantwortung zu übernehmen am Beispiel der christlichen Micha-Initiative gegen extreme Armut und für weltweite Gerechtigkeit. (Oliver Ochner-Wnuck)
    2. Straßenkinderarbeit in La Paz, Bolivien: Während ihrer Zeit als Freiwillige in einem Kinderheim für Straßenkinder hat Dorothea Grötzschel die Auswirkungen materieller Armut auf das soziale und individuelle Leben hautnah erlebt. Anhand von Fotos zeigt sie die Schönheit wie auch die Traurigkeit des ärmsten Landes Südamerikas. (Dorothea Grötzschel)
    3. "Und wie kann ich anfangen?": In einer gemeinsamen, angeleiteten Gebetszeit wollen wir auf die Berichte über die Micha-Initiative und Bolivien reagieren. Außerdem wollen wir Gott bitten, sich auch in anderen Ländern, Notlagen weltweit und in unserem Leben einzumischen. (Dörte Hinrichs)
     
  • W9 - Nicht nur meckern, nicht nur beten - Bürgerplattformen als Chance zur Veränderung
    Andrea Meyerhoff und Pastor Sunny Akpan
    Beim Meckern über die schlimmen Zustände sind wir hier in Deutschland oft Weltmeister. Und wir Christen ziehen uns dann oft darauf zurück, dass es ja reicht, wenn wir für die Situation beten. Oder wir machen ein gutes soziales Projekt für "die Armen". Doch in letzter Zeit entstehen immer mehr Initiativen, in denen Bürger sich zusammenschließen, um ihr Umfeld zu verändern. Christen sind ja genauso betroffen von den schlimmen Zuständen auf dem Arbeitsamt, von der halbherzigen Bildungspolitik oder verfehlter Wohnungspolitik. Bürgerplattformen sind eine Form der Bürgerbeteiligung. Menschen eines Stadtteils schließen sich zusammen, um gemeinsam herauszufinden, wo der Schuh drückt, um dann zusammen dagegen aktiv zu werden. Die Themen können sehr unterschiedlich sein. Für uns Christen ist es eine großartige Chance sich als Teil der Gesellschaft zu verstehen und anderen Gruppen im Bezirk zu begegnen, und gemeinsam etwas zu bewegen.
    Davon wollen wir anhand von Beispielen aus den Bürgerplattformen im Wedding und Neukölln berichten.
     

W = Workshop mit geringem Vortragsanteil und viel Interaktion und Beteiligung

S = Seminar mit höherem Anteil an Vortrag

 

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